27.11.2025 – Human Rights Night#3: Wir sind dabei! Kommst du?

Eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft entsteht nicht einfach so, sondern ist das Produkt unserer Handlungen, Interaktionen und Strukturen – d.h. sie kann und muss auch im Kleinen wachsen und soll vor Ort funktionieren. Und sie muss, denn Wohnen ist ein Menschenrecht!

Bei der 3. Human Rights Night blicken wir hoffnungsvoll und konstruktiv auf das Thema Wohnen & Zusammenleben.

Wie sieht eine gemeinsame solidarische Gesellschaft am Wohnort aus, wie funktioniert gutes Zusammenleben (mit unseren Nachbar:innen), wie kann man sich vor Ort gemeinsame Räume schaffen? Und was braucht es, um zukünftig besser dahin zu kommen?

Wir stellen Projekte und Stimmen vor, die uns inspirieren, die Erkenntnisse teilen und uns Perspektiven und Möglichkeiten aufzeigen.

Ein Abend mit Musik von Lena&Linus und Gesprächen zwischen spannenden Gästen, die in drei Panels das Thema Wohnen als Menschenrecht aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

Themen:

Lebenswertes Wohnen

mit Ulrike Uhlig (Bürgerinitiative Bürgerbahnhof Plagwitz erhalten), Pfarrerin Christiane Dohrn, Ariane Jedlitschka (SUPERBLOCKS)

Selbstbestimmtes Wohnen

mit Tanja Korzer (Architektin, Netzwerk Leipziger Freiheit), Robin Weisbach (Vernetzung Süd), Ulrike Hippe (Haus und Wagenrat e.V., Dezentrale)

Neues Wohnen

mit Prof. Dr. Dieter Rink (Nachhaltige Stadtkonzepte), Pfarrer Alexander Höner (Leiter der Arbeits- und Forschungsstelle „Theologie der Stadt”), Rotraud Kießling (Wohnungsnotfallhilfe, Diakonisches Werk der sächsischen Landeskirche)

27. November 2025 | Galerie KUB, Leipzig, Kantstraße 18

Einlass: 18:15 | Beginn: 19:00

Moderation: Boussa Thiam

EINTRITT FREI – Anmeldung hier: https://freiundgleich.info/event/human-rights-night-3-zusammen-tun/

Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierearm.

Es wird ein kleines, aber feines gastronomisches Angebot geben!

Fotografische Bestandsaufnahme 2025

An einem (leider) bewölkten Tag im Juni 2025 haben wir eine erneute fotografische Bestandsaufnahme gemacht. Im Vergleich dazu die Bestandsaufnahme von 2023.

Rede 10 Jahre Bürgerbahnhof

Am 19.9.2025 haben wir mit den bereits bestehenden Bürgerprojekten des Gleisgrün e.V. das zehnjährige Bestehen des Bürgerbahnhofs gefeiert. Auf der von uns errungenen Fläche hielten wir folgende Rede:

Im Morgengrauen ruft eine Kröte. Bald stimmen Vögel in den Gesang der Kröte ein. Die Sonne geht auf, die Stadt erwacht. Menschen radeln zur Arbeit während Eidechsen sich in der Sonne wärmen. Der Turmfalke, der im Turm der Liebfrauenkirche wohnt, jagt Mäuse. Am Nachmittag entspannen sich Menschen, sitzen im Schatten, sprechen, lachen. Am frühen Abend nieselt es, aus den Muldenrigolen steigt kühle Luft auf. Wind streicht durch die Blätter der Bäume. Abends findet im Westbahnhof eine Veranstaltung statt.

Das mag romantisch klingen, doch genau das suchen die Menschen am Bürgerbahnhof: In Zeiten der Optimierung und Effizienzsteigerung brauchen wir solche Orte, Orte an denen wir einfach SEIN können, Oasen, Zufluchtsorte.

Wir erlebten im Dezember 2021 die Rodung dieser Fläche. Schlagartig wurde uns klar, dass wir, Anwohner:innen, Leipziger:innen, Bürger:innen hier einen wichtigen Ort unseres Viertels verlieren würden: Dieser Ort hat nicht nur eine ökologische Funktion und ist Lebensraum für Stadtnatur und Tiere, davon einige geschützte Arten, er ist auch ein sozialer Treffpunkt. Statt uns vor vollendete Tatsachen zu stellen, verkörpert die geschichtsträchtige Brache für uns Möglichkeiten, sie hat einen inspirierenden Charakter. An derartig einzigartigen Orten, wie diesem, ist alles denkbar.

Nie haben wir diesen Ort als nicht zugehörig zum bereits bestehenden Bürgerbahnhof Plagwitz wahrgenommen, hier gab und gibt es ganz offensichtlich eine Kontinuität. Sollte diese Kontinuität nun einfach so zerstört und vollständig bebaut werden? Nach der Rodung der Brache haben wir uns im Januar 2022 als Bürgerinitiative Bürgerbahnhof Plagwitz erhalten! Zusammengefunden.

Damals sagte man uns: Hier sei nichts mehr zu machen. Manch eine:r begegnete uns gar feindlich oder uns wurde gesagt, wir sollten uns damit begnügen, dass man die Fassaden der neugebauten Gebäude begrünen würde.

Es kam anders: Nach fast 4 Jahren unseres Engagements sind wir froh, dass unsere Vision der städtischen Oase tatsächlich Realität werden soll. Sind froh, dass sie nicht nur eine Bilderbuch-Idee war. Dabei erhielten wir Unterstützung von den Leipziger Umweltverbänden, den tatkräftigen Menschen und den Projekten vor Ort, den Bewohner:innen aus dem Stadtteil und darüber hinaus. Wir engagierten uns 9 Monate lang bei der Bürgerbeteiligung und kooperierten mit der Stadt und der Eigentümerin, der LEWO.

Wir wünschen uns, dass das von allen Beteiligten erarbeitete Ergebnispapier umgesetzt wird. Der Prozess dafür  hat bereits begonnen. Wir werden viele kleine Schritte gehen müssen. Dafür benötigen wir weiterhin eure Unterstützung. Zusammen mit unserer Stadtverwaltung, der Eigentümerin, dem Westbahnhof, den Bürgerprojektflächen und den vielen Händen aus dem Viertel wird dies hier ein weiteres Beispiel für Partizipation, Demokratie und gerechter Stadtentwicklung. Der Bürgerbahnhof Plagwitz als Sinnbild einer Beteiligungskultur, nicht als bloßer Bittsteller an die Verwaltung. Sondern selbstverwaltend, in einem mit der Kommune gemeinsam erarbeiteten Rahmen. Wir bringen zusammen ein Stück Freiheit zurück in die Stadt, die uns in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen ist und die in diesem Moment vielerorts verloren geht. Lasst uns alle weiter Mut haben. Möge der Prozess an anderen Orten der Stadt Nachahmung finden. Möge er diejenigen inspirieren, die für eine zukunftsfähige, ökologisch wertvolle und soziale Stadt für Alle kämpfen!

Der Bürgerbahnhof Plagwitz wird 10 Jahre alt. Wir sind dabei! Feiert mit uns am 19.9.2025.

Der Nutzerrat des Bürgerbahnhof Plagwitz – das sind die Obstgenossen, das Café Heiter bis Wolkig, der Bauspielplatz, der Hildegarten, der Verein Denkmalsozial und die Bürgerinitiative „Bürgerbahnhof Plagwitz erhalten!“ laden zum 10jährigen Bestehen des Bürgerbahnhof Plagwitz ein.

Seit einem Jahrzehnt wird auf den Flächen des Bürgerbahnhof Plagwitz gebaut, gegärtnert, gebolzt, sich getroffen, getanzt, geschaukelt, geklettert, gespielt und gelacht. Aus Brettern wurden Burgen, aus Erde Gärten, aus einer alten Bahnfläche ein Lieblingsort für viele. Dieser soll in den nächsten Jahren um eine neue Fläche erweitert werden.

Dies zu feiern, laden wir am Freitag, den 19. September 2025, 15–17 Uhr ein. Treffpunkt ist die große Schaukel am Nordkopf, Bürgerbahnhof Plagwitz, Röckener Straße, Leipzig.

Um 15:00 Uhr wird es eine Begrüßung an der großen Schaukel geben, danach einen Rundgang über den Bürgerbahnhof. Um 16:30 Uhr hält Bürgermeister Heiko Rosenthal eine Festansprache. Ab 17:00 Uhr wird mit Musik im Kulturcafé Heiter bis Wolkig gefeiert.

Die Veranstaltung ist ein Teil von „Gutes Leben Leipzig“. Auf dem Bürgerbahnhof findet an diesem Wochenende das Community Upcycling Festival statt – es zeigt kreative Lösungsansätze für unseren alltäglichen Umgang mit Müll und Ressourcen im Allgemeinen. Ein Wochenende, das unser Jubiläum zu einem besonderen Fest für alle macht.

Mehr dazu auf https://gleisgrün.de.

Chronik des Ökolöwen zum Nachlesen

Der Ökolöwe, mit dem wir seit Beginn des Protests zusammen arbeiten, hat eine informative und komplette Chronik der Ereignisse zusammengestellt. Beginnend vom Moment, an dem Anwohner:innen und Naturschutzverbände von der geplanten Bebauung des Bürgerbahnhofs Ende 2021 erfuhren, bis Ende Juni 2025, als der Leipziger Stadtrat für das Ergebnispapier abstimmte.

Gemeinsam mit den Umweltverbänden und den beteiligten Bürger:innen haben wir seitdem folgendes erreicht:

✅ bestehende Bürger:innenprojekte baurechtlich gesichert (Teilung B-Plan)
✅ bestehende Grünflächen gesichert
✅ Konsens für Entsiegelung und Erweiterung der Grünflächen erreicht
✅ Konsens für feste Baugrenze errungen
✅ keine Bebauung südlich des Wasserturms
✅ Für den nördlichen Teil muss städtebauliches Qualifizierungsverfahren erfolgen
✅ Es sind Flächen für urbane Wildnis vorzuhalten 

Zusammen mit dem Ökolöwen möchten wir, die Bürgerinitiave „Bürgerbahnhof Palgwitz erhalten!“, dass das Ergebnispapier auch wirklich eins-zu-eins umgesetzt wird!

Ratsversammlung akzeptiert das Ergebnispapier zum Bürgerbahnhof Plagwitz

Der Leipziger Stadtrat hat am 26. Juni 2025 mit 35 zu 0 Stimmen bei 21 Enthaltungen das von uns mit erarbeitete Ergebnispapier akzeptiert! Ein weiterer Teilerfolg für den Leipziger Westen! Und so wurde abgestimmt:

Mandy Gehrt, Stadträting für Die Linke: „Gemeinsam ist es gelungen, sowohl Freiflächen und kulturelle Einrichtungen zu erhalten als auch Gewerbe- und Wohnraum zu schaffen. 60 Prozent (ca. 12.000 m²) des ursprünglichen Grundstückes der LEWO AG soll nun an die Kommune gehen.

Die zukünftigen kommunalen Flächen sollen nicht bebaut, sondern ökologisch und nachhaltig entwickelt werden. Auch der Westbahnhof soll nun in kommunalen Besitz gehen, denn dieser ist für den Kiez ein wichtiger kultureller Ankerpunkt.

Das Ergebnis zeigt, dass es sich lohnt, Einwohner*innen und andere Akteur*innen aktiv an der Entwicklung unserer Stadt zu beteiligen. Auch wenn Mitbestimmungs- und Teilhabeprozesse Kraft und Zeit kosten, sind sie doch Ausdruck gelebter Demokratie.

Mit dem Beschluss des Stadtrates kann nun die Erfolgsgeschichte des Bürgerbahnhof Plagwitz fortgeschrieben werden und als Vorbild für weitere Projekte einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Stadtentwicklung dienen.“

Planskizzen zum Ergebnispapier zum Bürgerbahnhof Plagwitz. Karte: Stadt Leipzig

Hier könnt ihr die Reden und die Abstimmung von der Junisitzung des Stadtrats als Video anschauen.

Wir waren vor kurz Beginn der Versammlung natürlich mit einer kleinen Delegation vor Ort im Rathaus, um die Stadträte mittels Flyer daran zu erinnern, dass das Ergebnispapier im Konsens erarbeitet wurde und eine positive Abstimmung daher logische Konsequenz sein muss.

Wir bleiben dran!

Leipzig verliert jährlich mehr als 1000 Bäume

Leipzig hat sich zum Ziel gesetzt, jährlich 1000 Bäume zu pflanzen. Im April fragte deshalb die Fraktion Bündnis90/Fie Grünen im Stadtrat nach, wieviele dieser Pflanzungen zwischen 2022 und 2024 tatsächlich erfolgten. Das Amt für Stadtgrün und Gewässer (ASG) antwortete: Es werden zwar viele Straßenbäume gepflanzt, jedoch werden fast genauso viele gefällt, sodass die Differenz nur leicht positiv ist. Wobei ein junger Baum einen alten, großen Baum erst in 30 Jahren ersetzt: die Absorption von CO2 sowie die Senkung der Temperaturen werden sind bei einem jungen Baum viel geringer.

Tabelle Zugänge und Abgänge, Differenz 2024: +271, 2023: +641, 2022: +103 Bäume

Im Bereich der Grün- und Parkanlagenbäume ist die Bilanz allerdings so erschreckend, dass das ASG die Differenz-Spalte in seine Antwort nicht einmal mit einbezog. Wir haben deshalb die Grafik neu erstellt. Seit 2022 verschwinden jährlich über 1300 Bäume aus Leipzigs Grün- und Parkanlagen!

Tabelle Zugänge und Abgänge, Differenz 2024: -1462, 2023: -1314, 2022: -1341 Bäume

Die Fällungen erfolgen, so berichtete die L-IZ, meist aufgrund von Dürreperioden und sogenanntem Trockenstress.

Die Fraktion hat deshalb bereits Ende April 2025 einen Antrag auf Erhalt der Grün- und Parkanlagenbäume gestellt.

(Foto: Frank Vincentz)

Hitze-Check: Über 99% der Leipziger:innen sind von Hitze betroffen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat den diesjährigen Hitzecheck veröffentlicht. Die Ergebnisse sind alarmierend: Insgesamt 31 Städte erhalten eine Rote Karte, 131 eine Gelbe Karte und nur 28 eine Grüne Karte. Die Analyse basiert auf umfangreichen Satellitendaten.

Mit einer Oberflächentemperatur von 35,43 °C gehört Leipzig zu den Städten, die sich besonders stark aufheizen. So kommt Leipzig nur ganz knapp an der roten Karte vorbei: Über als 99% der Befragten sind hier von Hitze betroffen.

Nur dort, wo Bäume und Parks im Stadtgebiet vorhanden sind, ist es im Sommer kühler – und das bis zu 20 Grad! Leipzig braucht mehr kommunale Grünfläche und viel mehr Baumpflanzungen. Außerdem muss systematisch entsiegelt werden!

Barbara Metz, Geschäftsführerin der DUH, fordert:

… verbindliche Mindestgrünanteile auf jedem Grundstück, Gebäude und im öffentlichen Raum. Bauministerin Hubertz und Umweltminister Schneider sowie alle zuständigen Landesministerinnen und -minister müssen entsprechende Vorgaben etwa in Form eines Grünflächenfaktors im Baugesetzbuch und in allen Landesbauordnungen verankern.

Die DUH ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihre Stadt direkt zu mehr Hitzeschutz aufzufordern. Möglich ist das einfach online unter www.duh.de/hitze-check.

Artikel von Ralf Julke in der L-IZ lesen: Zweiter Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe: In Leipzig ist jeder Zweite von extremer Hitze betroffen

Beschlussvorlage zum Bebauungsplan 380.2 im Juni im Stadtrat und im SBB Südwest

Es geht weiter! Mit dem Ergebnispapier und den darin formulierten Leitlinien liegt eine zwischen Bürgerschaft, Verbänden, Politik, Flächeneigentümerin und Stadtverwaltung kooperativ entwickelte Empfehlung zur künftigen Entwicklung der Flächen des Bebauungsplans Nr. 380.2 „Grüner Bahnhof Plagwitz – Nordteil/West“ vor. Mit der nun im Stadtrat zu beschliessenden Vorlage sollen sowohl die acht Leitlinien des Ergebnispapiers als auch die darauf aufbauenden nächsten Planungs- und Arbeitsaufträge beschlossen werden, um Planungssicherheit für alle Beteiligten zu erreichen.

Im Detail zu lesen ist die Beschlussvorlage hier. Die Vorlage wird besprochen am:

  • Montag, 2. Juni 2025 im Stadtbezirksbeirat Südwest, 18 Uhr, Schule am Grünen Gleis, Baumannstraße
  • Mittwoch, 25. Juni 2025 in der Ratsversammlung ab 14 Uhr, Neues Rathaus (Livestream verfügbar)

Beide Sitzungen sind öffentlich.

Im Folgenden haben wir einige Details aus der Beschlussvorlage für euch herausgepickt.

Worum geht es?

Kernaussage des im Beteiligungsverfahren errungenen Konsens ist eine Teilung der betroffenen Fläche in

a) einen ca. 1 ha großen baulichen Entwicklungsbereich im Norden und
b) eine ca. 1,3 ha umfassende Fläche (inkl. des „Westbahnhofs“) mit der Zielstellung freiräumlicher Entwicklung im Süden.

Es geht nun unter anderem darum kostenrelevante Fragen sowie die Umsetzung des Vorhabens zu klären, um die weiteren Inhalte der Leitlinien zielgerichtet verfolgen zu können. Der Stadtrat soll das Ergebnispapier nun bestätigen, um einerseits Rechtssicherheit, andererseits Planungssicherheit zu schaffen.

Zeitplan

Nach dem Beschluss durch die Ratsversammlung ist vorgesehen:

  • 2. Halbjahr 2025/1. Halbjahr 2026: Vorbereitung und Durchführung des städtebaulich konkurrierenden Qualifizierungsverfahrens; Information an den Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau zu den Ergebnissen des städtebaulichen Verfahrens
  • 2. Halbjahr 2025: Erarbeitung der Vorkaufsrechtssatzung
  • ab III. Quartal 2026: Fortsetzung des Bebauungsplanverfahrens Nr. 380.2 „Grüner Bahnhof Plagwitz – Nordteil/West“ einschließlich Erschließungsplanung und weiterer Fachplanungen bzw. Untersuchungen aufbauend auf den Ergebnissen des städtebaulichen Verfahrens
  • ab II. Quartal 2026: Beginn der Grundstücksverhandlung zur Übertragung der Freiflächen sowie des „Westbahnhofs“ an die Stadt Leipzig einschließlich Variantenprüfung zum „Westbahnhof“, Gegenüberstellung der Geschossflächen-/Baumassen; Beteiligung der Stadt Leipzig an den Erschließungsmaßnahmen 
  • IV. Quartal 2026: Vorlage zum Grundstücksverkehr

Klimawirkung

Grundsätzlich können Klimawirkungen nicht durch das vorliegende Ergebnispapier, sondern erst durch die Umsetzung nach Abschluss des Verfahrens entstehen. Bezogen auf die Flächenentwicklung und das Ergebnispapier sollen jedoch folgende Ziele verfolgt werden: 

  • ausgewogene Innenentwicklung in Form dichter Bebauung im Norden,
  • Frei- und Grünflächen im Süden,
  • eine Nachnutzung denkmalgeschützter Gebäude,
  • Beachten zeitgemäßer Gebäudestandards und
  • Einbeziehen von Angeboten emissionsarmer Formen der Mobilität, um einen Beitrag zur Reduzierung bzw. Bindung von CO2 in der wachsenden Stadt Leipzig zu leisten können.

Ebenso sind die Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel mit der Vorlage nicht abschließend zu erfassen. Planungsziele sind die Entsiegelung von Teilflächen, die Neuanlage von ca. 1,3 ha Grün- und Freifläche, die Begrenzung von Erschließungsanlagen auf das notwendige Minimum, das Einbringen von Anlagen zur Regenversickerung vor Ort sowie die Entwicklung geeigneter grünordnerischer Maßnahmen für das Entwicklungsgebiet.

Was ist bei Nichtbeschluss der Vorlage zu erwarten?

Sollte der Stadtrat die Vorlage nicht bestätigen, besteht sowohl für die Vorhabenträgerin als auch die Stadt Leipzig keine Planungs- und Investitionssicherheit zur Entwicklung der Flächen entlang der Ladestraße-West im Rahmen des erreichten Konsens. Ein erheblicher Vertrauensverlust der Bürgerschaft, der beteiligten Verbände, der weiteren Teilnehmenden als auch der Flächeneigentümerin bezogen auf die Wirksamkeit derartiger Beteiligungsprozesse wäre zu erwarten. Die Grundlage für eine zielorientierte Fortsetzung des Bauleitplanverfahrens Nr. 380.2 „Grüner Bahnhof Plagwitz – Nordteil/West“ würde fehlen.

In der Folge wäre mit erheblichen Widerständen zu rechnen.